Die Entwicklung unserer Sektionen

Die Entwicklung der Sektionen innerhalb der Sportunion Maria Schmolln vollzog sich in mehreren Wellen, von den klassischen Gründungssparten der 1950er Jahre bis hin zu modernen Trendsportarten wie Mountainbike und Judo.
Hier ist eine Übersicht über die zeitliche Entstehung und den Status der Sektionen:
1. Die klassischen Gründungssparten (ab 1953)
Im Jahr 1953 wurden erstmals die vier Hauptsparten des noch jungen Vereins explizit benannt:
  • Faustball (seit 1953): Langjähriger „Volkssport“ in Schmolln. Die Sektion erreichte 1979 die Landesliga. Wegen Personalmangels wurde 1997 eine Spielgemeinschaft mit St. Johann gebildet und der eigenständige Spielbetrieb 1999 vorläufig eingestellt.
  • Leichtathletik (seit 1953): In den 1950er und 60er Jahren sehr aktiv (3-Kampf, Staffellauf).
  • Tischtennis (seit 1953): Feierte große Erfolge in den frühen 60ern. 1964 musste der Meisterschaftsbetrieb wegen Abwanderung von Spielern eingestellt werden. Später gab es regelmäßige Ortsmeisterschaften.
  • Schilauf (seit 1953): Ursprünglich eine Sparte, die 1960 in die Bereiche Alpin und Nordisch aufgeteilt wurde.
2. Differenzierung und neue Sparten (1960er & 1970er Jahre)
  • Schi-Langlauf (seit 1964/65): Wurde als eigene Gruppe innerhalb der nordischen Sparte forciert und stieg rasch zur stärksten Jugendgruppe Oberösterreichs auf. In den 1990ern wurde der Fokus aufgrund von Schneemangel stärker auf Sommersport (Laufen/MTB) verlagert.
  • Reitergruppe (1959): Ein versuchsweiser Start einer Reitergruppe wurde 1959 protokolliert. Ein eigenständiger Union Reitclub wurde erst 1991 erwähnt.
  • Motorsport (seit 1971): Erste Aktivitäten (Skijöring) 1971; die offizielle Gründung der Sektion erfolgte 1971/72.
  • Wandern (1973–1996): Gegründet am 13. April 1973. In den späten 70ern extrem erfolgreich mit tausenden Teilnehmern bei Wandertagen. Die Sektion wurde 1982 „stillgelegt“ und das restliche Guthaben 1996 zur Sanierung des Fitnessweges verwendet.
3. Ausbau durch die Freizeitanlage (ab 1980er Jahre)
Mit den Planungen und dem Bau des neuen Freizeitzentrums ab 1980 entstanden infrastrukturbedingte Sektionen:
  • Fitness / Turnen (seit 1980): 1980 wurden erstmals ein spezielles Männer-Fitness-Turnen sowie Frauenturnen (Gymnastik) erwähnt. Später kamen Angebote wie die Rückenschule (1995) und Stepaerobic hinzu.
  • Tennis (seit 1983): Planung ab 1980, Aufnahme des Spielbetriebs im Juni 1983. Entwickelte sich rasch zu einer mitgliederstarken Sektion.
  • Stocksport (seit 1986): Eine Eisschützengruppe wurde bereits 1967 geplant. Nach Fertigstellung der Asphaltbahnen (1982) wurde die Sektion 1986 offiziell gemeldet.
4. Moderne Sparten und jüngere Entwicklungen (ab 1990er Jahre)
  • Radsport / Mountainbike (seit 1991): Erste Rennen fanden 1991 statt. 1992 wurde eine permanente MTB-Strecke eröffnet. Der Mountainbike-Marathon entwickelte sich zur größten regelmäßigen Veranstaltung des Vereins.
  • Hobbyfußball (1992): Entstand Anfang der 90er Jahre, um die Abwanderung Jugendlicher zu stoppen. Die Sektion gilt seit ca. 1997/98 als ruhend.
  • Judo (seit 1999): Die Sektion trat 1999 der Union bei und wurde unter Heini Erlinger sofort zu einer der erfolgreichsten Sparten (zahlreiche Landesmeister- und Staatsmeistertitel).
  • Modellsport (RCW) (seit 1999): Wurde 1999 als neue Sektion (Modellautos) erwähnt.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Verein heute eine Mischung aus Tradition (Schi, Stocksport) und modernem Breitensport (Rad, Fitness, Judo, Tennis) bietet, während klassische Sparten wie Faustball und Wandern aktuell nicht mehr aktiv betrieben werden
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